Aqua-Winkel

Wasser

Wasser

Die Qualität des Wassers bestimmt das Wohlbefinden der Fische. Damit die Fische nicht Krank werden, muss das Wasser stets sauber sein. Klares Wasser muss nicht unbedingt sauber sein. Vielmehr hängt sauberes Wasser von verschiedenen Faktoren und deren Gehalte an biologischen Abfallstoffen ab, wie Nitrat, Wasserhärte, Säuregrad und an den Gasen Sauerstoff und Kohlendioxid. All diese Stoffe sind von blossem Auge aber nicht erkennbar, können aber mit einfachen Mitteln vom Zoofachgeschäft gemessen werden. Auf der Basis dieser Messungen kann man dann feststellen, ob und wie das Wasser verändert werden muss, damit es für das Aquarium tauglich wird.
Die giftigen Stoffe im Aquarium entstehen durch Ausscheidung (Kot und Urin) der Fische, verfaulendes Futter (durch zuviel Fütterung) sowie verwesende Tiere und Pflanzen. Durch nützliche Bakterien im Bodengrund, im Wasser und vor allem im Aquarienfilter werden diese Stoffe in einer chemischen Reaktionskette zu einem Endprodukt, dem Nitrat abgebaut. Das Nitrat ist schädlich und kann nicht weiter abgebaut werden. Es muss durch Wasserwechsel regelmässig aus dem Aquarium entfernt werden. Werte unter 20 mg/l sind ideal.
Leitungswasser kann je nach Wohnort unterschiedliche Wasserhärte haben. Für die Aquaristik besonders wichtig ist die Karbonathärte. Sie bildet mit dem Säuregrad (pH) und dem Kohlendioxidgehalt ein wichtiges Verhältnis. Die Karbonathärte (KH) macht normalerweise 80% der Gesamthärte (GH) aus. Wasser mit niedrigen Härtegraden nennt man "weich" Wasser. Wasser mit hohem Härtegraden nennt man "hartes" Wasser. Im Wasser sind nicht nur Härtebildner gelöst, sondern auch Säurebildner. Je nach Säuregehalt wird das Wasser als sauer, neutral und alkalisch bezeichnet. Der neutrale Punkt liegt bei einem Wert von 7 pH. Darüber ist es alkalisch, darunter sauer. Hartes Wasser hat eine wesentlich bessere Pufferwirkung gegenüber der Ionenkonzentration, was im Aquarium einen stabileren pH-Wert im alkalischen Bereich einstellen lässt. Die meisten Fische fühlen sich bei Werten zwischen pH 6.5 und pH 7.5 wohl.
Wichtiger sind aber die Stoffe die sich auf den pH-Wert auswirken. Im Aquarium sind dies Kohlendioxid und Karbonathärtebildner. Diese beiden Stoffe beeinflussen sich gegenseitig, wenn sie im Wasser gelöst sind. Kohlendioxid reagiert sauer, die Karbonathärte alkalisch. Merke: hohe Karbonathärte = hoher pH-Wert, hoher Kohlendioxidgehalt = niedriger pH-Wert. (Huminstoffe wie Torf, Wurzeln können ebenfalls den pH-Wert senken).
Das in der Luft enthaltene Kohlendioxid (CO2) erfüllt gelöst im Aquariumwasser zwei wichtige Funktionen: Zum einen wichtiger Säurebildner (Beeinflussung des pH-Wertes) zum andern dient es als wichtiger Pflanzennährstoff (Im Wasser gelösten Kohlendioxid). Da die Karbonathärte und der pH-Wert in einer chemischen Beziehung miteinander stehen, lässt sich aus diesen beiden Werten der Kohlendioxidgehalt ermitteln.

<Tabelle zur Ermittlung des CO2-Gehaltes im Aquarium>